Fr | 8.11. | 19h | Die Strategie der Schnecke

25 Jahre Zapatistische Rebellion und Autonomie in Chiapas/Mexiko

25 Jahre nach ihrem bewaffneten Aufstand hat die zapatistische Bewegung im Süden Mexikos ihren Einflussbereich ausgeweitet. Im August 2019 verkündeten sie die Gründung 4 neuer autonomer Bezirke und eröffneten 6 weitere Verwaltungszentren. Einmal mehr ist ihre Strategie der Schnecke – „langsam, aber voran kommend“- erfolgreich, und das in einem politischen Klima, dass durch die Ermordung von Aktivist*innen, zunehmende Militarisierung, paramilitärische Angriffe auf zapatistische Gemeinden und Landkonflikten rund um geplante wirtschaftliche Großprojekte gekennzeichnet ist.

Auch der 2018 gewählte links-populistische Präsident Mexikos hat bislang an dieser Politik nicht vielgeändert. Dies hatten die Zapatistas bereits im Wahlkampf vorausgesagt.

Die Zapatistas setzen seit einer kurzen militärischen Auseinandersetzung und gescheiterten Verhandlungen mit der mexikanischen Regierung auf den Ausbau ihrer basisdemokratischen Strukturen, um die Lebenssituation der indigenen Bevölkerung in Chiapas zu verbessern. So wuchs eine indigene Bewegung, deren „gute Regierung“ gehorcht statt befiehlt, mit einer Guerilla, die dafür kämpft überflüssig zu werden, statt die Macht zu ergreifen.

Unsere Referentin gibt einen Überblick über die Geschichte der zapatistischen Bewegung und berichtet über die aktuelle Situation in Mexiko. Sie ist seit über 10 Jahren in der Menschenrechtsorganisation CAREA aktiv und war im Winter 2019 als Menschenrechtsbeobachterin in indigenen Gemeinden in Chiapas.

Vortrag & Diskussion

Mehr Infos: chiapas.eu carea-menschenrechte.de